Kunstmühle Fritz Schmidt
Damals und Gegenwart
 

Vor der Jahrhundertwende, im Jahre 1889, übernahm der aus dem alten Bayreuther Geschlecht stammende Braumeister Fritz Schmidt, geb. 1861, die ehemalige Schottbrauerei im Kreuz und gründete damit das heutige Werk mit den Hausnamen “Kreuzbräu”.Seiner Initiative war es zu verdanken, daß bereits 1895 ein großes Sudhaus gebaut und die Brauerei ständig vergrößert werden konnte. 1904 wurde dem Unternehmen eine Mälzerei angegliedert. Der Kriegstod von 2 Söhnen war der Grund dafür, daß er 1923 die eigene Bierherstellung aufgab. Um jedoch seine Wirtekundschaft weiter bedienen und beliefern zu können, übernahm er die Auslieferung für die erste Kulmbacher Export-Bierbrauerei. Links im Bild sehen Sie die die fertig gestellte Mälzerei des Kreuz-Bräu 1905.

Im großen Sudhaus wurde 1924 eine Roggen- und Weizenmühle eingerichtet und die vorhandene Brauereimälzerei als Handelsmälzerei ausgebaut und weitergeführt. Nach dem 1. Weltkrieg traten Sohn Heinrich Schmidt und Schwiegersohn Karl Dressel in die Firma ein, deren Familien das Unternehmen bis zum heutigen Tage ununterbrochen weiterführen. z.Zt. in der vierten Generation. Die genannte Kunstmühle ist die einzige Großmühle im Bayreuther Gebiet mit einer Tagesleistung von etwa 500 Zentnern. Durch ständige Erneuerung und Modernisierung ist sie heute eine der leistungsfähigen Mühlen Oberfrankens. Auslieferungsgebiete für die Mehle sind Oberfranken und die angrenzende Oberpfalz. Gleiches gilt für die Erzeugnisse der Handelsmälzerei. Das hergestellte Malz geht als Qualitätsware auch über die Grenzen Bayerns hinaus. Seit 40 Jahren besteht bei dem Unternehmen auch eine Abteilung für alkoholfreie Getränke.

Neben der Verwendung von Natureis, wie es aus Weihern gewonnen wurde, musste die Brauerei auch Kunsteis produzieren, um die Getränke entsprechend kühlen zu können. Dazu war auf dem Brauereigelände ein Holzgerüst aufgebaut. Die Firma war 1922 Besitzer eines MAN-Lkw mit Vollgummireifen und Karbidlampen sowie Rechtssteuerung.
Beim Umbau des Sudhauses 1924 ging die zinnartige Dachkonstruktion leider verloren. Dafür entstand ein turmartiges Gebäude, wie es noch steht.

 

Das Bild mit schon historischem Wert zeigt, mit welcher körperlicher Arbeit die staatliche Mälzerei in den Jahren 1904/1905 gebaut wurde. Kunsteisproduktion im Kreuz-Bräu. Das
Pferdefuhrwerk liefert Natureis eines nahegelegenen Weihers
.
Stolz präsentiert Brauereichef Fritz Schmidt (rechts) mit Fahrer Weith den neuen Lkw.

Die Firmenchefs Kuhr und Dressel mit ihren Fahrzeugen vor der alten Kunstmühle. Foto von 1991. Luftaufnahme vom Areal aus früheren Zeiten.

Bericht und Bilder sind aus dem Buch von Herrn Kurt Herterich mit dem Titel "Bayreuth-Kreuz"

Weitere Informationen über die Geschichte der Kunstmühle finden Sie unter www.stefan-dressel.de.vu

Gegenwart
Bilder aus dem Jahr 2001


   
Die alte Mühle hat ihren Glanz aus vergangenen Tagen noch längst nicht verloren. “Stolz” steht sie auf dem Sandsteinfelsen im Stadtteil Kreuz.



     
D
er Innenhof ist eine Idylle für sich. Durch den den kleinen Gang, der zwischen den beiden
Wohnhäusern liegt kommt man zum Eingang in die Katakomben.




Ein romantisches Gartenhäuschen im hinteren Teil.


 
Links im Bild ein Lüftungsschacht direkt am Wohnhaus. Das rechte Bild zeigt den Abgang zum Eingang.



   
 

Das Tor hat es “hinter” sich. Durch dieses kann man in die Tiefen hinabsteigen. Zwischen-
zeitlich wurde es erneuert.

 


   
Die alte Mühle befindet sich direkt unterhalb vom alten Krankenhaus bzw. heutigem Lastenausgleichsarchiv. Links im Bild ist die Hauptzufahrt zu sehen. Rechtes Bild als Anhaltspunkt die Gaststätte “Zur Linde” im Stadtteil Kreuz. Gleich links davon steht das rote Backsteingebäude. Das rechte Bild zeigt einen Lüftungsschacht gegenüber von dem oben genannten Tor.

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