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Bierbrauerei

Kilometerlange Felsenkeller zeigen Geschichte der Stadt Bayreuth, so war es im Nordbayerischem Kurier vom Freitag, dem 06. Mai 1994 zu lesen. In der Reportage über die Eröffnung der Katakomben wurde weiter folgendes ausgeführt: „Die Festspielstadt Bayreuth hat eine neue Attraktion. Die älteste Brauerei am Ort hat einen Teil ihrer kilometerlangen Felsenkeller in ein facettenreiches Panaoptikum aus Handwerkstradition, Historie und Skurilitäten verwandelt. … Die kilometerlangen Labyrinthe unter den Stadtteilen Kreuz und St. Georgen zählen zu den geheimnisvollsten Kapiteln der 800 jährigen Geschichte Bayreuths. Sie können als Schutzanlagen im Dreißigjährigen Krieg ebenso entstanden sein wie zur Gewinnung von Bausand, im 18. oder 19. Jahrhundert. Auch eines der düstersten Kapitel deutscher Geschichte wird in den Felsenkellern nachgezeichnet. Zahllose Bayreuthersuchten dort kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges Schutz vor den alliierten Bomben. Kellergemeinschaften improvisierten das Überleben unter Tage. … Helfer bauten eine Notversorgung auf. In seiner zerstörten Bäckerei buk Hans Hermannsdörfer Brot, das wegen des durch Schutt verschmutzten Mehls zwischen den Zähnen knirschte. Die Bauernfamilie Hörl organisierte heiße Fleischsuppe und warme Milch. An die stillen Helden erinnern Gedenktafeln. So auch an den Metzgermeister Sebastian Meußgeier, der ein besonderes Talent hatte, die Massen zu beruhigen… „hinweis zum geschilderten Überleben unter Tage, so geschehen im Felsenkeller der Bauernfamilie Hörl im Kreuz.

    
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